Konzeptionelle Ergänzung: Der kinematografische Mythos und die Vorstufe des „Binärcodes“
In dem Matrixspiel unserer Zeit und unseres Raumes manifestiert sich eine unzählbare Menge verblüffender Zufälle, deren Natur die Hypothese eines blinden Zusammenfalls ausschließt. Um diese verborgenen Mechanismen endgültig offenzulegen, erweitert der Autor den Kontext der Kollektion und greift auf die Phänomene des modernen Kinos und der Medienmythologie zurück.
Im Jahr 2003 erschütterte die erstaunliche Geschichte von Andrew Carlssin den Informationsraum. Presseberichten zufolge gelang es diesem Mann, mit einem Startkapital von nur 800 Dollar innerhalb von zwei Wochen astronomische 350 Millionen Dollar zu generieren, indem er 126 beispiellos erfolgreiche Transaktionen am Aktienmarkt durchführte. Nach seiner unumgänglichen Festnahme wegen Insiderhandels gab Carlssin eine schockierende Erklärung ab: Er behauptete, ein Chrononaut zu sein, der aus dem fernen Jahr 2256 angereist war und schlichtweg über präzise historische Daten zur Dynamik der Aktienkurse verfügte.
Diese Geschichte, die ursprünglich als Fiktion auf den Seiten des satirischen Boulevardsblatts Weekly World News entstand, wurde von einem kultischen Science-Fiction-Universum inspiriert – der Serie Babylon 5, die im Zeitraum von 1993 bis 1998 ausgestrahlt wurde. Die interne Chronologie dieser Weltraumoper erhebt das Jahr 2256 in den Rang eines entscheidenden historischen Meilensteins. Genau dieses Datum markiert den Moment, in dem das leidgeprüfte Projekt „Babylon“ endlich von Erfolg gekrönt war und der Welt die fünfte Weltraumstation schenkte – nachdem die vorangegangenen vier zerstört worden oder auf mysteriöse Weise in Zeit und Raum verschwunden waren.
Diese intertextuelle Einbindung in die Struktur der Ausstellung ist keineswegs zufällig. Sie bereitet das Bewusstsein des Betrachters auf unser tieferes Eintauchen in die zweite fundamentale Kollektion vor – den „Binärcode“.
Im Gegensatz zu den Medienmythen wird die nächste Werkreihe mit unwiderlegbaren, realen Daten und dokumentierten historischen Ereignissen operieren, die durch fundamentale archäologische Ausgrabungen untermauert sind. Wir werden beweisen, dass die uns umgebende Realität kein künstlerisches Werk ist, sondern ein greifbarer Triumph des Matrixcodes des Schöpfers. Denn hätten die großen vergangenen Zivilisationen außerhalb dieser digitalen Matrix existiert, so hätten sie unweigerlich ihre Spuren hinterlassen. Doch ihre Spur – das ist der Code selbst…


